Daten & Web

Interne Daten sauber fürs Web aufbereiten

Die Website braucht oft nur einen kleinen Teil der Daten, die intern vorhanden sind. Genau dieser Teil sollte bewusst ausgewählt und veröffentlicht werden.

Eine Excel-Datei, SharePoint-Liste oder Arbeitsmappe ist nicht automatisch eine gute öffentliche Datenquelle. Für mich gehört deshalb eine klare Grenze zwischen interner Arbeit und öffentlicher Webdarstellung dazu.

Das Grundprinzip

Interne Quelle
fachlich prüfen
nur benötigte Daten exportieren
bereinigtes JSON
Website zeigt an

Die interne Datei bleibt dort, wo sie hingehört. Die Website bekommt nur die Daten, die sie wirklich benötigt. Das reduziert technische Kopplung und verhindert, dass interne Hilfsspalten, Notizen oder andere Informationen versehentlich mit veröffentlicht werden.

Warum JSON dafür praktisch ist

JSON ist für eine statische Website angenehm, weil JavaScript es direkt lesen kann. Es lässt sich gezielt erzeugen, versionieren und prüfen. Vor allem trennt es die Fachlogik von der Darstellung: Die Website muss nicht plötzlich dieselben Berechnungen noch einmal nachbauen.

PODC als Beispiel

Bei der PODC-Webstatistik bleiben Excel und Power Query die fachliche Wahrheit. Dort werden Werte berechnet und geprüft. Ein VBA-Modul erzeugt anschließend den benötigten Datensatz und veröffentlicht ihn. Die Website stellt ihn dar, sortiert und filtert ihn – sie erfindet keine zweite fachliche Rechenwelt.

Wichtige Grenze: Wenn eine Zahl fachlich falsch ist, wird zuerst die Quelle geprüft. Nicht die Weboberfläche so lange verbogen, bis zufällig die gewünschte Zahl erscheint.

SharePoint ist ebenfalls nicht automatisch „öffentlich“

Bei SharePoint gilt derselbe Gedanke. Nur weil Informationen intern strukturiert vorhanden sind, sollten Besucher nicht direkt auf Arbeitsdateien oder Listen zugreifen. Besser ist ein definierter Exportweg, der nur freigegebene Felder übernimmt.

Mein Prüfweg vor der Veröffentlichung

  1. Welche Daten braucht die Website tatsächlich?
  2. Welche Felder sind nur intern und müssen draußen bleiben?
  3. Wo findet die fachliche Berechnung statt?
  4. Wie wird der Export reproduzierbar erzeugt?
  5. Kann ich den veröffentlichten Datensatz separat prüfen?
  6. Was passiert, wenn Quelle oder Upload einmal fehlschlagen?

Was nicht in öffentliche Webdaten gehört

  • Passwörter, Tokens oder Zugangsdaten,
  • interne Pfade und technische Geheimnisse, wenn sie nicht benötigt werden,
  • personenbezogene Daten ohne klaren Veröffentlichungszweck,
  • Hilfsfelder, Kommentare oder interne Bearbeitungsstände.
Kurzfassung: Interne Daten bleiben intern. Für das Web entsteht ein bewusst kleiner, nachvollziehbarer Veröffentlichungsdatensatz.